Endlich Hunde-Eltern – Monat 1

Hallo Ihr Lieben,

Da ich schon nicht dazu komme, über meine gewohnten Themen zu bloggen, dachte ich, ich teile meine Erfahrungen bezüglich des Hunde-Eltern-Daseins mit Euch. Was ich mir anders vorgestellt habe und was für Hürden wir schon nehmen mussten.

Am 09.10. war es soweit und wir durften Daenerys (Daeny) abholen.

Wenn Ihr mir auf Instagram folgt, wisst Ihr, dass wir sie schon besucht haben, als sie gerade erst drei Wochen alt war und noch nicht wirklich laufen konnte. Sie hat sich allerdings mehr uns ausgesucht, als wir sie. Sie war der einzige Welpe, der sich etwas absetzte und mit halb offenen Augen in unsere Richtung gekrochen kam.

Ein kleiner Pups war sie.

In den darauf folgenden Wochen wuchs sie stetig zu einem der zwei kräftigsten Welpen heran und wir waren jede Woche aufs Neue erstaunt.

Hier (oben drüber) ist sie mit 5 Wochen zu sehen.

Hier mit 6 Wochen.

Hier mit 7 Wochen.

Und hier einen Tag nachdem wir sie abgeholt haben mit 8,5 Wochen.

Die erste Woche war hart – schlaftechnisch. Meistens kamen wir auf 4-5 Stunden Schlaf mit Unterbrechungen.

Unsere Hinternmuskeln brannten, weil wir sie zum pieseln etc. immer aus dem zweiten Stock Altbau nach unten tragen mussten. Und das in etwa zwei Mal die Stunde – nur Nachts hielt sie etwas länger durch.

Wir hatten etwas den Welpen-Blues und gingen tierisch auf dem Zahnfleisch.

Nachdem sich das mit dem nachts raus müssen auf ein mal die Nacht eingependelt hatte, dachten wir uns: Hey, fahren wir doch zu meinen Eltern nach Köln. Da hat der Knirps einen Garten und Hundegesellschaft.

Das war auch soweit wunderbar. Bis wir beim Tierarzt in Köln die fällige Wurmkur holten. Damit ging der Schlamassel los.

Daeny bekam ordentlich Flitzekacke, sodass wir unseren Besuch um zwei Tage verlängerten. Sonntags schien es besser zu sein und wir fuhren nach Hause.

Aber so richtig gut war das mit ihren Haufen immer noch nicht.

In der Nacht zu Dienstag wurde es dann richtig schlimm und wir sahen uns gezwungen, sie in die Tierklinik zu bringen, denn kleine Hunde trocknen sehr schnell aus.

Dort wurde sie auf Giardien getestet. Der Test fiel positiv aus. Außerdem wollte man auf Parvovirose testen, die Schnelltests funktionierten allerdings nicht, sodass ein externes Labor bemüht werden musste und ihr auf Verdacht Medikamente verabreicht wurden. Sie musste zwei Tage da bleiben, was wir aber zu dem Zeitpunkt nicht wussten.

Die Tierärztin sagte uns, wenn es Parvovirose sei, sähe es schlecht aus.

Ihr könnt Euch vorstellen, wie fertig wir waren. Wir wussten nicht, ob wir unser neues Familienmitglied wiederbekommen und konnten nichts für den kleinen Wurm tun, außer uns zwei mal täglich über ihren Zustand zu informieren.

Dienstag sah es wirklich kritisch aus.

Mittwoch hieß es: Sie frisst, sie trinkt, sie hat ihren ersten vernünftigen Haufen gemacht und schon zwei Infusionsschläuche zerlegt.

Jop, das klang nach Daenerys.

Abends bekamen wir dann Bescheid, dass wir sie Donnerstag abholen könnten. Das Parvovirose-Ergebnis ließ derweil noch auf sich warten und wir waren uns ziemlich sicher, dass es das nicht sein kann, wenn unser kleiner, gerade mal zehn Wochen alter Hund wieder so auf dem Damm ist.

Dank der Giardien hatten wir bis zur Abholung hier Zuhause einiges zu tun. Wir wuschen ALLE Textilien mit Hygienespüler und dampfreinigten unsere Böden, Polstermöbel und alles, womit der Hund in Berührung gekommen war.

Donnerstag wurde Daeny uns dann wieder übergeben, zusammen mit verschiedenen Medikamenten.

Ich habe noch nie einen Hund gesehen, der so dermaßen ausgerastet ist vor lauter Freude. Das hat wirklich gedauert, bis ich sie im Auto beruhigt bekommen habe.

Freitags hatten wir noch einen Kontroll-Termin. Dort erfuhren wir, dass Parvovirose tatsächlich positiv getestet wurde.

Uff.

Zum Glück hatte Daeny eine tolle Ärztin mit Ahnung, die Ihr auf Verdacht Feliserin verabreicht hatte, was wohl bei verschiedenen Tierarten gegen viele Krankheiten hilft.

Offensichtlich hatte bei Daeny die Grundimmunisierung versagt. Das kann passieren, wenn Welpen noch durch die Antikörper der Mutter geschützt sind.

Blöd gelaufen aber laut Tierärztin passiert das häufiger.

Jetzt müssen wir, ab kommender Woche, noch mal neu immunisieren.

Und die Giardien müssen wir auch loswerden.

Solange herrscht Kontaktverbot zu anderen Hunden. Das ist wirklich dämlich in dieser Entwicklungsphase. Aber Hauptsache der Hund ist gesund.

Derweil wasche ich weiter täglich alle Textilien, mit denen Daeny in Berührung kommt. Das ist kein Spaß sage ich Euch.

Was tut man nicht alles für das kleine Derp-Face!

Aber hey – wir sind auf einem guten Weg, die Giardien loszuwerden, sie schläft 7-8 Stunden durch nachts und hat nach dem Klinikaufenthalt ordentlich an Gewicht und Größe zugelegt.

Sie ist jetzt 12,5 Wochen alt und wiegt genau so viel – 12,5 KG.

Hier habt Ihr einen Vergleich von 8 Wochen zu 12 Wochen.

Man wacht jeden Tag auf und denkt: Das Vieh ist schon wieder gewachsen!

Ja – und das war so bei uns los in den letzten vier Wochen.

Ohne die Kleintierklinik Hannover hätten wir unser neues Familienmitglied jetzt wahrscheinlich nicht mehr.

Aber Ihr geht es wieder ausgezeichnet und das ist das Wichtigste.

Ich hoffe, bald auch mal so langsam wieder meinen normalen Content posten zu können. Wenn Ihr zwischendurch aber auch mal Hunde-Content lesen möchtet, dann lasst gerne einen Kommentar da.

P.S. Diesen Beitrag habe ich mobil verfasst – ich hoffe, die Formatierung passt! Wenn nicht, seid mir nicht böse – bald wird’s wieder besser!

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