Fitbit Charge 2 und wie wir unsere Faulheit besiegten

Hey Ihr, heute erzähle ich Euch mal etwas zu meinem Fitbit Charge 2 und wie ich überhaupt dazu gekommen bin, mir eins anzuschaffen.

Vorgeschichte

Wenn Ihr mir auf Instagram folgt, wisst Ihr vielleicht, dass ich an einer Schilddrüsenunterfunktion leide. Natürlich ist diese mittlerweile behandelt und gut eingestellt (für die, die es interessiert: Ich nehme 125mg L-Thyroxin Henning) aber das war lange nicht so.

Rückblickend würde ich sagen, dass ich diese Unterfunktion schon etwa 5 Jahre hatte, bis sie von meiner sehr kompetenten Hausärztin hier in Hannover entdeckt wurde.

Aber richtig schlimm wurde es erst ein paar Monate nach meinem Umzug nach Hannover im Jahr 2013.

Innerhalb weniger Monate habe ich etwa 25KG zugenommen – jap, 25KG, so schnell konnte ich gar nicht gucken, wie das ging.

Dazu kam hochgradige Antriebslosigkeit und ich hatte damals schon den Verdacht, dass es eine Unterfunktion sein könnte aber hatte immer diesen wirren Gedanken im Kopf: „Was ist, wenn es das nicht ist!?“ Und so bin ich aus Angst(?!) nicht zum Arzt gegangen.

2014 sind wir dann innerhalb Hannovers umgezogen und haben uns dann auch zum Teil neue Ärzte gesucht, unter Anderem auch eine neue Hausärztin.

Irgendwann konnte ich mich dann aufraffen und bin zur Blutabnahme hingegangen – das Aufraffen meine ich wortwörtlich, denn aufgrund der Unterfunktion war ich nur ein Schatten meiner selbst. Ich hatte gar keine Energie für irgendwas, konnte keiner Vorlesung für mehr als 20 Minuten konzentriert folgen und hätte am liebsten nur geschlafen. Wobei schlafen auch einfacher gesagt, als getan ist, denn a) bekommt man, egal, wieviel man schläft, NIEMALS genug Schlaf und b) war eins meiner Symptome eine heftige Schlafstörung.

Jedenfalls wurde ich diagnostiziert, langsam richtig eingestellt und gehe nach wie vor alle paar Monate zur Kontrolle.

Jedem von Euch, der vielleicht auch das Gefühl hat, unter einer Unterfunktion zu leiden, dem kann ich empfehlen: Geht zum Arzt, lasst es überprüfen und informiert Euch vorher ganz genau über die Normwerte, denn 99% der Ärzte haben leider gar keine Ahnung, mit welchem TSH-Normwert man heutzutage arbeitet – der Wert sollte im Idealfall etwa bei 1 liegen.

Zur Orientierung: Meiner lag etwa bei 3,2.

Als kleinen Fun-Fact am Rande: Mein Freund leidet auch unter einer Unterfunktion, die sogar vom Endokrinologen nicht entdeckt wurde, dafür aber dann von mir und ich habe ihn damit zur Hausärztin geschickt.

Warum wir uns für das FitBit Charge 2 entschieden haben

Ihr könnt es Euch denken: Wir haben beide in den letzten 4 1/2 Jahren ordentlich zugelegt.

Zwar haben wir uns immer sehr ausgewogen ernährt – viel Salat aber ab und an haben wir auch gerne mal einen Ofenkäse gekillt.

Leider wird noch lange nicht jeder Mensch durch sein L-Thyroxin die zusätzlichen Pfunde wieder los.

Ich denke, es wird bei vielen Menschen mit einer Unterfunktion so sein, dass sie wissen, dass sie schnell zunehmen und sich dann „Kalorien aufsparen“. So habe ich es auch lange gemacht. Den ganzen Tag nichts gegessen aber dafür abends.

Na klar, es ist egal, um welche Uhrzeit man isst – aber wenn der Körper nur ein mal am Tag Nahrung bekommt, bunkert er alles, was er kriegen kann und der Stoffwechsel schläft ein.

 

Nun haben wir aber vor etwa einem Monat Motivation gefunden, endlich unsere schlechten Habits etwas zu ändern und haben angefangen, uns jeden verdammten Tag zu bewegen. Wir gehen minimum 5 Tage die Woche ins Fitnessstudio und an unseren Restdays gehen wir spazieren.

Da wir diese Angewohnheit auf Dauer etablieren möchten, haben wir uns dazu entschieden, uns jeder ein Fitbit Charge 2 zu besorgen.

 

Warum ausgerechnet ein Fitbit Charge 2?

Bei der Anschaffung eines Fitnesstrackers ging es uns, abgesehen davon, dass wir keine 500€ für eine Apple Watch ausgeben wollten, darum, dass unsere Schritte, sowie unser Workout aufgezeichnet werden.

Das macht das Fitbit Charge 2 beides sehr zuverlässig. Es verfügt über einen Herzfrequenzmesser, sodass es aufzeichnet, wie sehr Ihr Euch beim Sport anstrengt und darauf basierend, wie auch auf Größe und Gewicht, kann es kalkulieren, wieviele Kalorien Ihr verbrennt.

Das war uns auch wichtig, denn wir wollen ja unsere Schilddrüsen-Pfunde wieder loswerden und insgesamt fit werden.

Wenn man stark schwitzt, verliert der Herzfrequenzmesser mal kurz den Kontakt (Cardio :“D) aber dann wischt man ihn, sowie sein Handgelenk kurz ab und dann misst er wieder zuverlässig.

Vorsicht! Das Fitbit Charge 2 ist NICHT wasserdicht. Wenn Ihr ein Fitnessarmband sucht, das sich zum schwimmen eignet, zeige ich Euch weiter unten eine Alternative.

Das Fitbit Charge 2 hat eine eigene App, die für jedes gängige Smartphone erhältlich ist. Es ist allerdings nicht direkt Apple Health kompatibel. Um die Daten dort einzupflegen, gehen wir über einen Umweg, zu dem ich gleich noch komme.

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Das hier ist die Benutzeroberfläche der App – ja, ich sollte mehr Schritte machen aber hey – ich war 52 Minuten auf dem Fahrrad, das wird zwar nicht als Schritt gezählt von Fitbit, sollte aber auch gelten ;D

Dort habt Ihr einen Überblick über Eure Schritte, Eure aktiven Minuten, verbrannten Kalorien, Euren Puls (rechts unten, abgeschnitten) und auch Eure Schlafqualität, wenn Ihr Euch denn, so wie ich, dazu entscheidet, das Fitbit auch nachts zu tragen. Außerdem könnt Ihr auch Euren Wasserkonsum loggen. Empfinde ich als gute Sache, denn ich gehöre auch zu der Fraktion, die chronisch zu wenig trinkt!

Euch interessiert jetzt aber sicher

Wie wir unsere Kalorien loggen

Dazu nutzen wir die App MyFitnessPal, die auch Daten in Apple Health einspeisen kann, sowie auf die Daten der Fitbit App zugreift.

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Hier habt Ihr einen genauen Überblick über so ziemlich alles – und wenn Ihr Euch die Vollversion kauft, dann habt Ihr auch keine Werbung 😛

Mein Grundumsatz -(minus)500Kcal, die ich täglich einsparen möchte, um pro Woche ein halbes Kilo zu verlieren, liegt bei 1660Kcal, was erstmal nicht allzu viel ist.

Eine kurze Erläuterung, wie ich zu den 500Kcal komme: Man sagt, dass 1KG Fett etwa 7000 Kcal entspricht. Spart man also 7000 Kcal ein, verliert man im Umkehrschluss ein KG. Bei 7 Tage x 500 Kcal spart man 3500 Kcal pro Woche, was in etwa einem halben Kilo entspricht.

Durch mein Training, das aber vom Fitbit Charge 2 aufgezeichnet wird, verdiene ich mir Kalorien dazu und was ich dann esse, tracke ich natürlich, um den Überblick zu behalten.

Gestern sah die Zusammensetzung dann so aus:

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Da ich momentan erst mal Wert darauf lege, abzunehmen, brauche ich auf alle Fälle noch Kohlenhydrate, um bei Kraft zu bleiben, wenn ich schon im Kaloriendefizit bin, allerdings esse ich an normalen Tagen nicht annährend 50% meiner Kalorien in Kohlenhydraten. Gestern gab es Kifir (selbstgemacht) und Sommerrollen – beides nicht Kohlenhydratarm.

Im Laufe der Zeit werde ich aber auch mehr Eiweiß zu mir nehmen.

Aber dazu kann ich dann ja in ein paar Monaten noch mal etwas schreiben.

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Vor- und Nachteile

Für mich ist ein Fitnesstracker eine wahnsinns Motivation. Ich sehe, wie viel ich mich wirklich am Tag bewege, ich kriege anhand meiner Herzfrequenzmessung eine relativ genaue Aussage darüber, wieviel Kalorien ich verbrannt habe und ob ich mir dann anhand meiner Kalorienbilanz vielleicht noch eine Weißweinschorle in der Sonne gönnen darf, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und das Fitbit Charge 2 kann einen sogar durch Vibration wecken.

Ich sehe eigentlich bisher keinen Nachteil oder Makel am Fitbit, abgesehen davon, dass er ab und an den Kontakt zur Herzfrequenz verliert – aber wenn man mal logisch denkt, passiert das höchst wahrscheinlich bei jedem Fitnesstracker, wenn man zu stark schwitzt.

Über die Akkulaufzeit kann ich mich ebenfalls nicht beklagen. Wenn man es drauf ankommen lässt, hält der Tracker sicher eine Woche durch. Ich lade ihn meistens etwa nach 4-5 Tagen. Die verbleibende Akkuladung kann man am Tracker selber oder in der App sehen. Man bekommt aber sogar eine E-Mail, wenn der Akkustand niedrig ist.

 

Nun aber zu den eigentlichen Produkten:

HIER gibts das Fitbit in schwarz, wie der Freund es sich gekauft hat (Größe L)

HIER gibts das Fitbit in Türkis, wie ich es habe (Größe S)

Und HIER gibt es noch mein Wechselarmband in rosé (Größe S)

Und wer zusätzlich oder ausschließlich einen  Tracker benötigt, der auch Wasser abkann, für den ist vielleicht das Fitbit Flex 2 etwas. Es verfügt allerdings nicht über einen Pulsmesser.

Ehrliches Fazit

Ich bin wirklich motiviert bis in die Haarspitzen und das nicht zuletzt wegen meines Fitbit Charge 2. Bisher habe ich in 4 Wochen knapp 6 Kilo verloren, wobei ich auch zugeben muss, dass ich an manchen Tagen etwas mehr hätte essen müssen. Man merkt es sofort am nächsten Tag beim Training, wenn man seinen Körper nicht vernünftig versorgt hat!

Ich kann, besonders an meinen Beinen, schon deutliche Veränderungen sehen und auch, wenn ich das Fahrrad im Fitnessstudio nach 40 Minuten mal am liebsten kurz und klein hacken würde, sehe ich in Echtzeit auf meinem Fitbit, wie ich mir Kalorien verdiene und denke dann an meinen super leckeren Avocado-Pesto-Vollkornnudel-Salat, den ich mir nach dem Training gönnen werde oder meinen Berg Garnelen zum Salat.

Viele Leute sagen: Hätte ich doch bloß mal früher angefangen – ich sage mir: Hätte ich früher angefangen, hätte ich nach einer Woche wieder aufgegeben, weil es einfach nicht der Zeitpunkt gewesen wäre, zu dem ich die Motivation für ein ganzes Jahr im Voraus mit Löffeln gegessen habe (keine Sorge, habe ich getrackt! ;D). Und dann hätte ich so schnell nicht wieder angefangen, weil ich mir wieder mal gedacht hätte: „Du hältst das eh nicht durch.“

Jetzt halte ich es durch. Tschaka!

Und Euch kann ich nur sagen: Man kann nichts erzwingen, ich weiss es aus eigener Erfahrung, Ihr müsst den Zeitpunkt selber finden, zu dem Ihr anfangen möchtet, etwas zu verändern – egal, ob es jetzt Fitness betrifft oder sonstige Lebensbereiche! Und setzt Euch nicht unter Druck! Habt Spaß an dem, was Ihr macht.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass das Fitbit Charge 2 auf alle Fälle dazu beigetragen hat. Ich liebe es mittlerweile, morgens früh ins Fitnessstudio zu gehen.

Wer hätte das gedacht, dass ich Netflix-Süchtige Kartoffel mal meinen Hintern hoch kriege.

Aber ich verrate Euch ein Geheimnis: Netflix hat eine Offline-Funktion, sodass man seine Serien prima mit ins Fitnessstudio nehmen kann :““D

 

Übrigens: Die Fitbits wurden uns nicht gesponsert und der Post ist auch in keinster Weise mit Fitbit verknüpft. Das ist meine ehrliche Meinung!

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